Touchpoints priorisieren: weniger Kanäle, klarere Botschaft
Warum Kampagnen oft an zu vielen Touchpoints scheitern — und wie Prioritäten im Fahrplan aussehen können.
Viele Briefings listen alle denkbaren Kanäle. In der Kampagnenentwicklung führt das zu verdünnten Botschaften: derselbe Claim soll Plakat, Story, Newsletter und Schaufenster gleichermaßen tragen — und trägt am Ende keines richtig.
Priorität statt Vollständigkeit
Wir sortieren Touchpoints nach Betrachtungszeit und Entscheidungsnähe. Schaufenster und Handzettel stehen bei Filialkampagnen oft vor OOH, weil sie näher am Kaufakt liegen. Social-Formate folgen mit gekürzten Headlines, nicht mit einer eigenen Leitidee.
Botschaftsvarianten, keine Parallelwelten
Zu jedem priorisierten Touchpoint gehört eine Variante derselben Kernbotschaft — nicht ein neues Versprechen. So bleibt die Kampagne erkennbar, auch wenn Motive und Textlängen wechseln.
Was im Launch-Fahrplan steht
Der Fahrplan nennt, welcher Touchpoint wann live geht und welche Freigabe davor liegt. Streichungen (etwa eine OOH-Welle) werden dokumentiert, damit später niemand nachfragt, warum ein Kanal „fehlt“, der bewusst nie budgetiert war.
Empfehlung vor dem Mandat
Streichen Sie vor dem ersten Workshop zwei Kanäle aus der Wunschliste. Die verbleibenden gewinnen an Schärfe — und das Honorar fließt in Ausarbeitung statt in Oberflächenabdeckung.