Whiteboard mit skizzierten Konzeptrouten in einem Workshop

28.01.2026

Leitidee finden, ohne im Workshop stecken zu bleiben

Drei Schritte, mit denen Konzeptteams Leitideen verdichten — statt endlose Assoziationsrunden zu drehen.

Workshops scheitern selten an fehlenden Ideen. Sie scheitern, wenn Ideen nicht an Kriterien gebunden werden. Für Kreativkonzepte in der Markenkommunikation reichen drei Filter.

1. Anlass-Test

Passt die Idee nur, weil sie aktuell „frisch“ wirkt — oder weil sie den konkreten Anlass (Saison, Launch, Programm) trägt? Ideen, die den Anlass ersetzen statt ihn zu schärfen, fallen in unserem Prozess früh raus.

2. Filial- oder Straßen-Test

Könnte ein Mitarbeiter am Point of Sale oder eine Passantin am Plakat die Idee in einem Satz wiedergeben? Leitideen, die nur in der Präsentation funktionieren, scheitern an Touchpoints mit wenig Betrachtungszeit.

3. Ausschluss-Test

Jede brauchbare Route benennt, was sie bewusst nicht tut: keinen Humor, keine Nostalgie, keine Produktliste. Ohne Ausschluss bleibt die Idee beliebig und die spätere Ausarbeitung zerfasert.

Rolle der Konzeptrouten

Wir präsentieren bewusst mehrere Routen — nicht um Unentschlossenheit zu zeigen, sondern um Entscheidungsträgern Alternativen mit Konsequenzen zu geben. Die freigegebene Route wird dokumentiert; die anderen bleiben als Referenz, warum bestimmte Wege nicht gewählt wurden.